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Klimaschutz-Aktivitäten und Projekte (Stadtwerke)

Fernwärme ist Klimaschutz

Die durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) mit Erdgas erzeugte Fernwärme ist neben den erneuerbaren Energien die umweltfreundlichste Möglichkeit, Gebäude zu beheizen und Warmwasser bereitzustellen.

Durch die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom im Kraftwerk Helmshäger Berg ist die Fernwärme mit einem niedrigen Primärenergiefaktor von 0,7 zertifiziert. Zudem entsteht die Fernwärme aus einem Kraft-Wärme- Kopplungsanteil von 70 Prozent. Das macht die Fernwärme für Investoren und Bauherren interessant, weil die gesetzlichen Normen der Wärmeversorgung von Neubauten eingehalten werden.

Nach dem Erneuerbare- Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) ist die Greifswalder Fernwärme erneuerbaren Energien als Ersatzmaßnahme gleichgestellt. Die Fernwärme als zuverlässiges, kostengünstiges und ökologisches Medium kann zur Einhaltung der Energieeinsparverordnung bei Bau und Modernisierung von Gebäuden eingebunden werden.

Aufgrund der effizienten und ökologischen Wärmeerzeugung durch KWK trägt die Fernwärme entscheidend dazu bei, die Klimaschutzziele zu erreichen.

Nach dem Klimaschutzkonzept der UHGW sollte die Fernwärme bis 2020 insgesamt 6000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Mit den folgenden Maßnahmen ist diese Zielvorgabe längst erreicht und überschritten worden.

  • Inbetriebnahme Blockheizkraftwerk (BHKW) Jungfernwiese 2013
    Einsparung durch Reduktion von ungekoppelter Spitzenlast-Kesselwärme und Verdrängung von konventionellem Strom aus dem vorgelagerten Netz
    Einsparung von 5556 Tonnen CO2 pro Jahr
  • Systematische Netzsanierung seit 2012
    Minderung von Verlusten, zum Beispiel durch höherwertige Dämmung der Fernwärmeleitungen
    Einsparung von 358 Tonnen CO2 pro Jahr
  • Einsatz von Ökostrom seit 2012
    Hausanschlussstationen der Fernwärme
    Einsparung von 1830 Tonnen CO2 pro Jahr
  • Umstellung der Busse des ÖPNV der VBG auf Bioerdgas
    Eröffnung der CNG-Tankstelle „Helmshäger Berg“ als 2. CNG-Tankstelle in Greifswald

Am Klimaschutzbündnis 2020 beteiligen sich die Stadtwerke Greifswald mit folgenden Projekten:

Photovoltaikanlagen
Photovoltaikanlagen
  • Photovoltaikanlage (PV-Anlage) auf dem Dach des Freizeitbades, seit 1999 in Betrieb (Die dritte PV-Anlage Greifswalds ist aus heutiger Sicht mit 3 Kilowatt Spitzenleistung recht klein, war damals jedoch die größte der Stadt.)

     

  • PV-Anlage am Heizkraftwerk Helmshäger Berg, seit 2009 als Freiflächenanlage auf dem Grundstück des Heizkraftwerkes der FWG in Betrieb (99,9 Kilowatt Spitzenleistung)

     

  • PV-Anlage Tolstoistraße 14,  seit Mitte 2010 in Betrieb (59,4 Kilowatt Spitzenleistung)

     

  • PV-Anlage Gedser Ring 12–16, seit Frühjahr 2011 in Betrieb (53,59 Kilowatt Spitzenleistung)

     

  • PV-Anlage Riemser Weg 2–4, seit Frühjahr 2011 in Betrieb (Hervorgegangen aus dem studentischen Projekt Uni Solar, einer engagierten Initiative zum Klimaschutz, die bei der finanziellen Abwicklung von der Sparkasse Vorpommern und in technischen Fragen von den Stadtwerken – welche auch die Wartung der Anlage für größtmögliche solare Energiegewinne sicherstellen – unterstützt wird.
Windkraftanlagen
Investitionen in Windkraftanlagen

Bereits 2010 wurde eine Beteiligung am Windfeld Uckermark – nordöstlich von Prenzlau gelegen – der Enertrag AG realisiert. Im Juli 2011 kam ein weiterer Windpark (Nechlin II), bestehend aus zwei Windkraftanlagen des Branchenführers Enercon, dazu; Beteiligungspartner ist auch hier die Enertrag AG. Die Anlagen verfügen über eine Nabenhöhe von jeweils 138 Metern und einen Rotordurchmesser von 82 Metern. Die Stadtwerke erwarten von diesen eine jährliche „Ernte“ von 14,3 Millionen Kilowattstunden aus der Windenergie, was 7,2 Prozent des Greifswalder Stromverbrauchs entspricht.

 

Förderung von umweltschonender Mobilität
E-Mobilität
E-Mobilität

Auf dem Kundenparkplatz der Stadtwerke, in der Gützkower Landstraße steht die erste Solartankstelle in M-V, die zu 100 Prozent auf direkt vor Ort erzeugtem Ökostrom basiert. Kunden der Stadtwerke können hier kostenlos Solarstrom tanken. Am Freizeitbad Greifswald befindet sich eine Ladestation, die auch das CCS-Protokoll für den DC Ladevorgang bedient. Damit ist es möglich in ca. 20 Minuten 80 Prozent der Batterie aufzuladen. Weil die Stadtwerke Greifswald überzeugt sind, dass E-Mobilität einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leistet, beherbergt ihr eigener Fahrzeugpool mittlerweile vier Dienstwagen, die mit Solarstrom fahren. Mehr dazu: http://www.sw-greifswald.de/Energie/Strom/Service/Elektrotankstellen

Erdgastankstellen
Erdgastankstellen

Fahrzeuge, die mittels Erdgas (CNG – Compressed Natural Gas) betrieben werden, sind günstig, leise und zugleich umweltfreundlich. Daher setzen die Stadtwerke Greifswald auf Erdgas als Kraftstoff und fördern die Umrüstung von Fahrzeugen. Denn ERDGAS ist der bisher einzige flächendeckend verfügbare alternative Kraftstoff, durch den sich die CO2-Emission deutlich reduzieren lässt – im Vergleich zu einem Benziner um bis zu 25 Prozent. Wird das regenerative Pendant BIO-ERDGAS zu 100 Prozent getankt, sind es sogar bis zu 97 Prozent weniger CO2-Emissionen.

Die Stadtwerke betreiben aktuell zwei Erdgastankstellen im Greifswalder Stadtgebiet. Außerdem fahren zwölf der sechzehn Busse der Verkehrsbetrieb Greifswald GmbH mit Bio-Erdgas. Auf diese Weise werden pro Bus und Jahr 54 Tonnen CO2 eingespart.