EU Projekt Compete4SECAP

EU Projekt Compete4SECAP

Virtuelle EU-Konferenz bildet Abschluss des EU Projektes Compete4SECAP

Team up for Energy“ lautet das Motto der EU weiten Abschlusskonferenz des Projektes Compete4SECAP an dem sich die Stadt Greifswald seit 2018 beteiligt. Das im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont 2020 der Europäischen Union geförderte Projekt unterstützte 31 Städte aus acht europäischen Ländern bei der systematischen Entwicklung und Umsetzung ihrer Energie- und Klimapolitik. Die deutschen Pilotkommunen Greifswald, Amt Hohe Elbgeest und Hohen Neuendorf wurden bei der Umsetzung der Projektschwerpunkte:
– Durchführung eines Energiesparwettbewerbs zwischen öffentlichen Verwaltungsgebäuden
– Einführung des European Energy Awards (eea)
– Erstellung eines Aktionsplans für nachhaltige Energie und Anpassung an den Klimawandel (SECAP) im Rahmen des Konvent der Bürgermeister für Klima und Energie
durch die B.&S.U. Beratungs- und Service-Gesellschaft Umwelt, den bundesdeutschen Projektpartner, unterstützt.

Über 100 Teilnehmer:innen verfolgten am 3. November 2020 gespannt die virtuelle Abschlusskonferenz von Compete4SECAP. Vertreter:innen von Städten aus Kroatien, Zypern, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, Lettland und Spanien tauschten ihre Erfahrungen bei der Transformation von Energiemanagementpraktiken aus und die Gewinner:innen des Compete4SECAP Energiesparwettbewerbs wurden ausgezeichnet. In den teilnehmenden kommunalen Gebäuden der Stadt Greifswald konnten, im Rahmen des Wettbewerbes, beachtliche Energieeinsparungen erzielt werden. So wurde der Energieverbrauch im Rathaus der Stadt im Vergleich zum Vorjahr um etwa 12.220 kWh reduziert.

Weiterhin wurde in Greifswald der European Energy Award eingeführt. Dieses internationale Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsinstrument für kommunalen Klimaschutz dient der Stadt als Umsetzungsinstrument für die Klimaschutzmaßnahmen, welche im Rahmen des Masterplankonzepts entwickelt wurden. Durch die prozessorientierte Umsetzungsunterstützung in den kommunalen Handlungsfeldern gewinnt die nachhaltige Klimapolitik lokal und regional an Bedeutung und kommunale Energie und Klimapolitik kann systematisch gestaltet werden.

Zu guter Letzt wurde im Rahmen des Projekts ein Aktionsplan für nachhaltige Energie und Anpassung an den Klimawandel (SECAP) für Greifswald erstellt. Sobald die Mitgliedschaft beim Konvent der Bürgermeister für Klima und Energie erneuert wird, verpflichtet sich die Stadt Greifswald zur Umsetzung des EU-Ziels zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 40%, als auch zur Anwendung eines integrierten Handlungsansatzes für Klimaschutz und Klimaanpassung. Durch diese Leistung nimmt Greifswald eine Vorreiter-Rolle in Deutschland ein und zeigt, dass sie sich neben dem Klimaschutz bereits aktiv mit den unvermeidbaren Folgen des Klimawandels vor Ort beschäftigen. Die Renaturierung des Ketscherinbachs ist eine der Vorsorgemaßnahmen, um sich gegen die unvermeidbaren Klimafolgen, wie etwa Überschwemmungen, in Greifswald zu wappnen

 

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